Bericht der Präsidentin 2010

Ausländerinnen und Ausländer zur Integration einladen

In meinem politischen Alltag höre ich immer wieder markige Forderungen an die Einwanderer. Integration sehen wir als eine Arbeit, die wir von den ausländischen Menschen abfordern. Diese berechtigte Forderung bedingt ein leicht zugängliches und allen bekanntes Integrationsangebot und die Offenheit der schweizerischen Bevölkerung.

 

komin will dafür sorgen, dass die zur Integration nötigen Informationen früh und verständlich bei allen ausländischen Mitmenschen ankommen. Aus der Idee von Begrüssungs- und Erstinformationsgesprächen ist im vergangenen Jahr ein ausgereiftes Konzept zur Verbesserung der Informationskultur entstanden. Dabei können die Ressourcen unserer Schlüsselpersonen genutzt werden. So sollen alle ausländischen Personen in einer Gemeinde bereits kurz nach ihrem Zuzug systematisch per Telefon begrüsst und in ihrer Muttersprache über die passenden Integrationsangebote informiert werden. Mit den ersten Gemeinden konnten Vereinbarungen zu diesen Begrüssungs- und Erstinformationsgesprächen abgeschlossen werden. So werden die ausländischen Neuzuziehenden ab dem 1. April 2011 in Arth, Feusisberg, Freienbach und Schwyz davon profitieren. Wir hoffen, dass damit der Grundstein gelegt werden kann, um die Ausländerinnen und Ausländer möglichst flächendeckend im ganzen Kanton Schwyz auf diese Weise einzuladen.

 

Der Schwerpunkt der komin-Arbeit verlagert sich immer mehr von der persönlichen Sozialberatung zu Integrationsprojekten mit den Gemeinden. Dies führte zu personellen Veränderungen in der Personalstruktur. Auch unser Geschäftsleiter Hamit Zeqiri hat sich auf die veränderten Herausforderungen mit einer Weiterbildung vorbereitet. Er durfte im vergangenen Jahr das Nachdiplomstudium "Management in Non-Profit-Organisationen" mit dem Zertifikat abschliessen. Herzliche Gratulation!

 

Der Vorstand hat sich im vergangenen Jahr an drei Vorstandssitzungen mit der Gegenwart und Zukunft von komin befasst. Er wird im neuen Jahr an einer Retraite die nötige Strategiearbeit noch vertiefen.

 

Diese Entwicklung von komin und die alltägliche Arbeit mit und für die ausländischen Menschen in unserem Kanton sind nicht denkbar ohne die Unterstützung des Kantons und der Gemeinden. Ihnen allen, Fachorganisationen, Arbeitgebenden, Gewerkschaften und Privatpersonen, welche uns immer wieder in unserer Arbeit unterstützen, danken wir ganz herzlich. Ein besonderer Dank gehört dem komin-Team, welches in professioneller Arbeit im alltäglichen Kontakt mit den Behörden, den Fachleuten und den Migrantinnen und Migranten die komin-Strategie umsetzt.

 

Romy Lalli-Beeler
Präsidentin komin

 

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